Der geträumte Norden ... klicke hier und Du siehst mehr

Ausserhalb von Lonyearbyen auf Spitzbergen sollte man nicht ohne geeignetes Gewehr unterwegs sein.
Foto: Valery Vasilewski (2006)
Das Foto rechts zeigt das Luftschiff ITALIA des Italieners Umberto Nobile (1885 - 1978) mit dem er und Roald Amundsen am 12. Mai 1928 den Nordpol erreichte, ohne zu Landen.
Dann am 24. Mai 1928 ein zweiter Versuch ohne Amundsen, wieder nicht gelandet. Auf der Rückkehr "Schiffbruch" erlitten, aber überlebt. Die Geschichte hat Adwin de Kluyver interessant beschrieben.
Adwin den Kluyver aus Leeuwarden in den Niederlanden ist promovierter Experte für den Norden und der heldenhaften Eroberung des Nordpols, zumindest der Suche danach. In seinem Buch greift er sorgfältig recherchierte Geschichten über Menschen auf, die seit der vorchristlichen Zeit versucht haben, den Norden zu entdecken. Dabei gingen die „Entdecker“ nach ihrer Rückkehr nicht immer mit der Wahrheit um, sie haben eben geträumt.


Erst im letzten Kapitel des Buches erfährt der Leser, wer wirklich zuerst seinen Fuß auf den Punkt gesetzt und mit einer Flagge markiert hat, der den geografischen Nordpol markiert. Davor gibt es viele lebendige Geschichten an deren Ende jedes Kapitels der Autor eine kurze Biographie über den Mann oder die Frau setzt, deren Geschichten er erzählt.
Was hat das Weihnachtsdorf in Rovaniemi, die Haupstadt Lapplands, mit dem Weihnachtsmann gemeinsam?
Der Schöpfer des Weihnachtsmann ist der deutsch-stämmige Thomas Nast, ein begnadeter und in den Vereinigten Staaten berühmt gewordener Zeichner des 19. Jahrhunderts.
Heute wird die Saga, der Weihnachtsmann wohne nicht weit entfernt vom Nordpol, in dem finnischen Dorf kommerziell ausgeschlachtet, mit mehreren 10-Tausend Besuchern jährlich.
Seine Leidenschaft für den unbekannten und schwer zugänglichen Norden entdeckte De Kluyver bereits in seiner Kindheit, als er mit verbundenen Augen den Zeigefinger auf eine Atlaskarte positionierte, um dann zu sagen: „Dort verbringen wir unseren nächsten Urlaub!“ Das war irgendwann in den 70er Jahren. Er landete auf den Shetland-Inseln. Antwort der Eltern: „Adwin, da kommen wir doch mit unserem Wohnwagen nicht hin!“ Später, im erwachsenen Alter, kam er endlich dorthin, wohin es ihn als Junge bereits verschlagen hätte.
Man kann nur empfehlen, das Buch zu lesen wie ein Nachschlagewerk, denn jedes Kapitel spricht für sich.

